Register Anmeldung Kontaktieren Sie uns

Äthiopians Strassenstrich sucht berlin Junge, mitte für Flirts

Soll es Sperrgebiete für Prostituierte geben? Helfen so genannte Verrichtungsboxen, also Kabinen oder überdachte Areale für den bezahlten Geschlechtsverkehr? Gerhard Schönborn 57 ist Mitgründer und Vorsitzender von Neustart e.


Stunner Hausfrauen Emma.

Online: Jetzt

Über

Unterhaltskosten: Es geht um Sexarbeit auf der Bio-Toilette! Reiz-Objekt sind insgesamt vier Birkenholz-WC-Boxen.

Ingeberg
Mein Alter: 20

Views: 7512

submit to reddit

In der Pandemie erfahren sie nun neben existenziellen Ängsten noch mehr Diskriminierung. Staatliche und gesellschaftliche Unterstützung gibt es kaum. Isabella hat nicht viel Zeit.

Sehe straßenstrich berlin oranienburger straße, berlin mitte auf der karte

Es ist kurz vor halb zwölf an einem Freitagabend Anfang August. Später hat sie eine Verabredung mit einem Kunden und davon gibt es wenige in den letzten Wochen und Monaten. Mittlerweile ist Sexarbeit in Berlin, Thüringen, dem Saarland und in bayrischen Städten wieder erlaubt — allerdings nur unter strengen Hygienevorschriften und in Bordells.

Doch in den letzten Monaten hat sich die Situation für sie noch einmal dramatisch verschlechtert. Und dann war es wie so eine Geisterstadt. Die meisten haben keinen Kontakt mehr zu ihren Familien.

Auch Kunden kommen keine. Caspar Tate und sein Team verteilen Essen, übersetzen Corona-Regeln, erklären, dass man sich die Hände waschen muss, Abstand halten soll.

In diesem klo-häuschen wird sex verkauft

Wer etwas braucht, kann Tate auf seiner privaten Handynummer anrufen, sagt er. Von der Stadt gibt es anfangs kaum Hilfe. Mehrfach am Tag gibt es Polizeikontrollen. Das bestätigt auch Caspar Tate.

Blasen 15, ficken 20? zurzeit ist es ruhig auf der kurfürstenstraße

Das sei dann in eine Freierbestrafung umgewandelt worden. Und es soll Taschenkontrollen gegeben haben. Die Kondome sollen als Beweismittel für die Ausübung der derzeit verbotenen sexuellen Dienstleistungen gelten. Mehrere Gesprächspartnerinnen bestätigen gegenüber dem magazin.

Tätigkeitsverbot und angedrohte taschenkontrollen

Gegenüber der taz dementiert die Polizei, solche Kontrollen durchgeführt zu haben. März und dem 8. August durch Beamte auf das Mitführen von Kondomen hin kontrolliert wurden.

Der Paragraf legt unter anderem fest, dass Sexarbeitende dafür Sorge zu tragen haben, dass beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet werden. Die Kontrollen machen es den Sexarbeitenden zeitweise fast unmöglich zu arbeiten.

Gegensätze aus besinnung und trubel

Vor zwei Wochen etwa, habe sie ein Kunde angesprochen, sagt Isabella. Doch dann sei ein Streifenwagen mit zwei Beamten gekommen, der direkt vor ihr geparkt und das Fenster heruntergelassen habe. Und ich habe gewartet.

Einzig der Bundesverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e. Absprachen mit Freiern müssten viel schneller getroffen werden, sagt Tate. Was ist der Preis?

Die Situation gibt den Freiern viel Macht — auch was den Preis angehe. Die wenigen Kunden die kommen, versuchten mit Isabella zu handeln, sagt sie.

Jetzt liegt er bei Sie macht sie auch erpressbar. Was hier gerade passiert, ist nicht legal. Klee ist Vorstand und Mitgründerin des Bundesverbands Sexuelle Dienstleistungen BSD. Auch, weil sie davon ausgingen, dass sie von der Polizei oder staatlichen Behörden keine Unterstützung bekämen.

Straßenstrich: Das passiert auf der Kurfürstenstraße - Darf ich für Sex bezahlen? Folge 4/7

Das habe sich die Polizei wegen ihres ruppigen Verhaltens selbst zuzuschreiben, findet Klee. Isabella hatte erst vor zwei Wochen eine Situation, in der sie eigentlich die Polizei rufen wollte, sagt sie.

Kurfürstenstraße: wie es ist, am einzigen straßenstrich berlins zu wohnen

Dann aber habe sie sich dagegen entschieden. Auch, obwohl es das damals schon nicht mehr gab. Aber die Angst davor wirkt nach. Der Mann habe einen Hund Gassi geführt, daher gehen Caspar Tate und Isabella davon aus, dass er in der Nähe wohnt.

Doch es ziehen immer mehr Menschen dorthin, die das offensichtlich stört und die die Sexarbeiterinnen vertreiben wollen. Das war wirklich unterirdisch.

Kurfürstenstraße, kurfürstendamm … das kann man schon mal verwechseln

Das finde ich richtig eklig. Für ihn zeigt der Umgang mit Sexarbeit unter Corona auch, wie viele Vorurteile es immer noch über diese Arbeit gibt.

Sowohl in der Politik als auch bei der Polizei. Wenn es eine Alternative gäbe, dann würden sie jetzt nicht da stehen. Seit dem ersten September dürfen in Berlin Bordelle wieder öffnen.